Die Reise geht weiter!

Zurück in Bremen
Meine Heimatstadt Bremen

In den letzten Tagen verändert sich in mir so einiges, ich nehme andere Dinge wahr, meine Wahrnehmung hat eine neue, und doch auch wieder alte Richtung bekommen.

 

Wendepunkte im Leben

 

In meinem Leben, wie im Leben von jedem Menschen, gab es einige gravierende Wendepunkte. Schöne und gute Wendepunkte, wie meine Heirat und die Geburt meiner Kinder und natürlich auch weniger schöne und auf den ersten Blick weniger gute Wendepunkte.

 

 

Als deutlich weniger gut habe ich das Scheitern meiner Ehe empfunden, an diesem einen Tag habe ich mein Sicherheitsgefühl, das Gefühl geliebt zu werden, meine Existenz, meine Selbstsicherheit, mein Selbstbewusstsein und meine Richtung im Leben verloren. Stattdessen zogen Angst, Wut, Zorn, Trauer, Einsamkeit ein.

 


Schlechtes kann Platz für Gutes schaffen

Nailstor4you Bremen - Mein Shop
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Doch gleichzeitig hat dieser Wendepunkt auch Platz für einen der bis heute unglaublichsten Höhepunkte in meinem Leben geschaffen, die Gründung meines über lange Zeit erfolgreichsten Unternehmens. Über 15 Jahre durfte mein Unternehmen wachsen, bis ich zwei Fehler gemacht habe, das hat dann den nächsten Wendepunkt in meinem Leben eingeleitet, der mich und mein Leben erst einmal in eine für mich dramatische Richtung verändert hat. Das Scheitern meines Unternehmens, auch dieses Erlebnis war lebensverändernd, verletzend, angstmachend. Ich fühlte mich zum zweiten Mal alleine, ohne Hoffnung.


Entscheidungen, die vieles in Bewegung bringen…

Das Erleben hat mich flüchten lassen, ich habe meine Heimat Bremen, meine Freunde und meine Familie zurückgelassen und bin an die See gezogen. Das ist jetzt 7 Jahre her, jetzt ist es für mich soweit, ich möchte wieder zurück in meine Heimatstadt. Zurück zu meiner Familie. Ich kann dem Geschehen mittlerweile ins Auge schauen.

 

Für mich war „die Flucht“ eine gute Entscheidung, ich habe unglaublich liebevolle, unterstützenden Menschen gefunden in Cuxhaven. Ich habe Freunde gefunden und doch bin ich nicht wirklich Zuhause. Ich habe eine schöne Wohnung, die Umgebung ist wunderschön und ich werde sehr sehr häufig hierher zurückkommen.

Cuxhaven am Morgen
Unvergleichlich - Sonnenaufgang am Strand in cux...

Doch im kommenden Jahr wird mein Weg mich wieder nach Bremen führen. Auch das wird nicht einfach, ich brauche eine Wohnung, eine Betreuung für meinen Vierbeiner, während ich arbeite und vieles mehr, doch jetzt bin ich bereit, diese Steine aus dem Weg zu räumen.

Warum?

Warum erzähle ich Euch das alles? Natürlich nicht ohne Grund, ich habe auf diesem Weg sehr viel über mich gelernt. Ich habe mich weiterentwickelt, verändert und doch bin ich noch immer die Ina, die gerne lacht, optimistisch in die Welt schaut, andere Menschen liebt und für ihren Traum lebt.

 

Seit 3 Jahren bin ich nun wieder selbständig, als Coach für UnternehmerInnen. Ich habe auf diesem Weg so viel gelernt, er ist lang, dieser Weg. Ich bin nicht wie „Phönix aus der Asche“ in 8 Wochen auf 6K geschossen😊

 

 

Nein, ganz im Gegenteil, ich erarbeite mir jeden Tag neue Chancen, überzeuge mich täglich davon, dass das, was ich tue, wichtig ist. Das Unternehmer und Unternehmerinnen eine unglaublich starke und energiereiche Persönlichkeit brauchen, um den täglichen Unternehmeralltag erfolgreich zu bewältigen, sich selbst und ihre Familie nicht aus den Augen zu verlieren und dabei auch noch Freude zu empfinden. Erst wenn wir einen klaren Blick auf unser Leben und unser Unternehmen haben, erst, wenn wir den Kopf oben tragen und mutig sind, können wir durch gute Strategien unsere Erfolge pushen und unser Leben so aufbauen, wie wir es uns wünschen.

 

Mein Lebensweg hat mir die Erfahrungen, die Fähigkeiten und auch das Gespür vermittelt, Menschen dabei zu unterstützen, genau solche starken Persönlichkeiten zu werden. Die Steine, die das Leben, oder auch manches Mal wieder uns selber, in den Weg legt, als Tritt zu nutzen, um im Fluss des Lebens voranzukommen.

 

Auch im Leben der von mir unterstützen Unternehmerinnen gab es viele Gabelungen, Möglichkeiten einen anderen Weg zu nehmen. Häufig haben wir Angst, die Entscheidung zu treffen, welchen Weg wir gehen wollen. Dann ist es hilfreich einen Menschen an der Seite zu haben, der durch interessierte Fragen und Verständnis an den Kern der Angst kommt. In der Regel lösen sich dadurch Knoten im Denken und das macht neue Entscheidungen möglich.

 


Geduld

Glaubt mir, Geduld zählt absolut nicht zu meinen Tugenden, doch ich durfte lernen, dass Druck nur Gegendruck erzeugt. Sobald die Leichtigkeit in meinem Sein fehlte, wurde es schwer und hart. Und es ging durch den Druck nicht schneller voran…

 

Mir fällt es immer noch sehr schwer mich in Geduld zu üben, doch ich habe feststellen dürfen, dass so manches Problem sich von alleine lösen kann, wenn es ein wenig Zeit hat.

 

Wenn ich etwas Neues versuchen möchte, stellen sich häufig Hindernisse auf. In diesem Fall versuche ich die Situation von außen zu betrachten:

  • Wo komme ich her und wo will ich hin?
  • Welche Hindernisse gibt es?
  • Kann ich diese Hindernisse alleine beseitigen, oder benötige ich Hilfe?
  • Braucht es Geduld, oder wird sich vermutlich von alleine nichts bewegen?

Wenn ich diese Liste an Fragen beantwortet habe, überlege ich mir, was würde ich einem Freund raten, der genau dieses Problem hat? Häufig sehen wir Situationen sehr viel klarer, wenn wir nicht selber emotionell beteiligt sind!

 

Also Zeit, ein klarer Blick auf die Situation und Geduld, manches Mal eine Wunderwaffe:-)

 

Und doch, auch mir ging es immer mal wieder so, die Unsicherheit ob ich auf dem richtigen Weg bin, befiel mich genauso, wie Euch vermutlich auch ab und an.

 

Nein, ich bin auch heute noch nicht auf 6K im Monat, doch ich bin auf dem richtigen Weg. Viel wichtiger ist mir, dass ich den Weg genießen kann. Dass ich Menschen mitnehme durch meine Arbeit, dass ich durch meinen Weg anderen UnternehmerInnen Mut machen kann, sich auf diesen Weg einzulassen und einfach nicht aufzugeben.

 

Diese vielen super tollen und reichen Unternehmer, die uns in den Medien täglich begegnen, haben mich über längere Zeit „mundtot“ gemacht. Ich hatte Angst zuzugeben, dass ich noch nicht wieder Millionen verdiene, dass ich keine super Villa haben, nur ein ganz normales Auto vor der Tür und genau die gleichen Sorgen habe, wie viele von Euch. Ich dachte, wie könnt Ihr glauben, dass ich Euch helfen kann, wenn ich selber noch nicht wieder ganz oben bin?

 

Mit meinem Coach Nadja habe ich viel darüber gesprochen und vieles entdeckt, dazu kamen meine Nächte, in denen die Gedanken kreisen und meine Fragen, wie erkläre ich meinen Kunden mein Business, verstehen diese das überhaupt und interessiert es sie? Brauchen sie mich?

 

Ich habe erkannt, ich brauche keine Millionen, keine Villa, keinen Ferrari o.ä., um meinen Kunden zu helfen, es braucht mich, wichtig ist, wer ich bin und was ich für meine Kundinnen bewegen kann. Mein Weg aus dem tiefen schwarzen Keller zurück ins Licht, meine Fähigkeit aus dem Verlust einen Gewinn zu machen, meine unternehmerischen Fähigkeiten, die ich 17 Jahre lang bewiesen habe, meine Stärke, mein ungeschlagener Optimismus und meine Vision, für das Leben als Unternehmerin, das sind die ungeschriebenen Texte auf meiner Visitenkarte.

 


Ich schreibe diese Zeilen, weil ich immer wieder von anderen Selbständigen und UnternehmerInnen angesprochen werde, ob es normal ist, nach 1 Jahr noch nicht 10.000 €/Monat zu verdienen.

 

Meine Antwort: Es ist normal und häufig sogar der bessere und sichere Weg. Immer einige Stufen des Erfolgs weiter nach oben und dann, auf der nächsten Etage, ein bisschen verweilen und prüfen, ob alles gut ist, wie es ist. Oder ob es noch etwas braucht, für die nächsten Stufen.

 

Häufig wird mir die Frage gestellt, ob die Unsicherheit und die Angst, es nicht zu schaffen in Ordnung ist. Ich glaube gerade wir Frauen, stellen uns häufig diese Frage, wir hinterfragen unsere Fähigkeiten, unsere Kenntnisse, vergleichen uns viel zu oft mit anderen und haben Angst, dass wir nicht gut genug sind, so wie wir sind. Daher kommt häufig die Unsicherheit und diese bringt die Angst vor dem Scheitern direkt mit. Dabei sind die meisten Frauen, wenn sie die Entscheidung für eine Selbständigkeit treffen, so gut vorbereitet, ausgebildet und mit Zertifikaten versorgt, dass meistens nur diese Angst vor dem, was andere sagen, unser großes Problem ist. Wenn wir mehr auf das achten, was wir tun. Wenn wir weniger Angst vor der Meinung von anderen haben, dann können wir wesentlich entspannter in die Selbständigkeit starten und viel mehr Freude dabei empfinden.

 

Die Frage, nach meiner Firmeninsolvenz, wie ich die Zeit überstanden habe und woher ich den Mut nehme, wieder neu zu starten. Nach der Insolvenz habe ich von einem zum anderen Tag gelebt. Lieber nicht zu weit in die Zukunft schauen, oder gar planen. Ich hätte mir zu diesem Zeitpunkt nicht träumen lassen, dass ich heute wieder selbständig bin und dass ich heute am Start bin um andere Unternehmerinnen genau vor dieser Situation zu bewahren. Dieses absolut in der Gegenwart leben, hat mir geholfen die Zeit Stück für Stück zu überwinden. Der Mut wieder neu zu starten, kam aus dem Traum andere zu unterstützen und wurde durch meine Arbeit an einer Hotline für Unternehmer in der Krise, ausgelöst.

 

Ich hoffe sehr, alle die diese oder ähnliche Fragen haben, haben mich und meinen Weg nun ein bisschen kennengelernt und finden Möglichkeiten ihren eigenen Weg zu gehen, du musst es nicht alleine schaffen.

 

Wenn Ihr Fragen habt, oder Kontakt zu einem Netzwerk mit selbständigen Frauen und Unternehmerinnen sucht, meldet Euch gerne. Per WhatsAp 0152-22487485 oder nutzt den Button unten für einen E-Mail-Kontakt.

 

Herzliche Grüße

Ina

 

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Kommentare: 5
  • #1

    Sonja (Samstag, 21 September 2019 10:52)

    Danke liebe Ina, das ist ein sehr berührender und Mut machender Artikel! Ich bin gespannt, wie es weiter geht bei dir!

  • #2

    Martina Kohrn (Samstag, 21 September 2019 11:01)

    Liebe Ina, einige dieser Gedanken kenne ich...Geduld gehört auch nicht zu meinen Stärken, wenn ich mir Ziele setze sind die manchmal viel zu kurz getaktet (ich merke später: ich habe das Ziel erreicht, aber ggf. 6 Monate länger gebraucht). Ich hatte mal einen Kollegen, der - wenn wir im Kollegenkreis über den Wunsch nach Veränderung gesprochen haben - immer nur in seiner sonoren Stimme sagte: Zeit, das braucht Zeit. So ist es.

    Ich komme aus der Nähe von Cuxhaven, wohne seit langem in Köln. Ich komme auch immer wieder und häufig zurück, das Meer, die Menschen...all das bleibt im Herzen und ist so viel wesentlicher als das dicke Auto.

  • #3

    Anna Nausch (Samstag, 21 September 2019 15:30)

    Liebe Ina.
    Ein schöne und berührende Geschichte. Es ist sehr schön, wo du wohnst.
    Ich liebe auch das Wasser, ich wohne in Klagenfurt am Wörthersee. Hier ist es auch wunderschön. Ich wohne da, wo andere Urlaub machen. In der Nähe von einem See oder Meer zu wohnen, das war mein Traum.
    Ich wünsche dir alles Gute für deinen weiteren Weg.
    Lg. Anna

  • #4

    Katja Jesek (Samstag, 21 September 2019 16:47)

    Toll, wie du immer weiter gegangen bist und aus deinen Krisen gelernt hast und jetzt anderen helfen kannst. ✨������

  • #5

    dagmar susanne (Dienstag, 24 September 2019 17:12)

    Ein mutmachender Artikel, der in die Wahrheit, die eigene Wahrheit führt. So viele Halbwahrheiten sind im Netzt. Und hier spüre Erfahrung, Wissen und Mut. Prima

Ruf mich an : 0152 22487485

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E-Mail: hacheney@hacheney-coaching.de

 

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