Grippe-Impfung gegen Unternehmens- und Unternehmerkrisen?

Heute Morgen war ich direkt nach dem Hundespaziergang beim Arzt, Grippeimpfung. Im vergangenen Jahr hat mich eine Virus-Grippe für Wochen außer Gefecht gesetzt, dem versuche ich nun vorzubeugen. Ob es hilft? Keine Ahnung, wird das Jahr zeigen und selbst wenn es nicht wirklich verhindert, dass mich eine Grippe erwischt, vermutlich wird sie leichter verlaufen und ich weiß, ich habe alles dafür getan, dass es nicht so schlimm kommt.

 

Auf dem Weg nach Hause schoss mir plötzlich Gedanke, es wäre schön, wenn wir uns gegen Lebenskrisen impfen lassen könnten. Von einer solchen Impfung habe ich noch nichts gehört und doch, wenn ich genau darüber nachdenke, ist eine Impfung eine Präventionsmaßnahme. Auf ein Unternehmen, eine/n UnternehmerIn übertragen, gibt es auch für die Lebenskrisen, die uns treffen können eine Prävention, eine andere Form von Grippeimpfung?

 

Besonders schlimm, ist es, wenn ein geliebter Mensch stirbt, wir können in der Regel nichts dagegen tun. Das musste ich zum Glück noch nicht erleben (außer meinen Eltern, die hatten ein langes gelebtes Leben, es war ok), somit kümmere ich mich in diesem Artikel um die anderen Krisen, manche Krisen erwischen uns eiskalt, mache schleichen sich langsam an, es kommt einzig und alleine darauf an, wie wir damit umgehen. Der persönliche Umgang mit einer Krise ist entscheidend für die Schwere, die Tiefe und die Länge. Ich will jetzt auf keinen Fall sagen, ist halt passiert, weiter im Film. Ich glaube, es ist ganz im Gegenteil wichtig sich damit zu beschäftigen, darüber nachzudenken. Nachdenken heißt nicht grübeln, nächtelang Gedanken wälzen und sich immer wieder fragen, warum???

 

Für manche Krisen im Leben finden wir schnell ein Warum, für manche erkennen wir es erst sehr viel später und manchmal bleibt das Warum uns für immer verschlossen.

 

Mögliche Impfung (Prävention)

Und meiner Meinung nach, gibt es für viele Krisen eine Impfung, eine Art Prävention. Schauen wir uns ein Unternehmen an, viele Selbständige gründen und fangen einfach mal an, das ist sicherlich eine Möglichkeit und deutlich besser, als wenn wir nur planen und nie starten. Doch hilft es auf alle Fälle weiter eine Art Business-Plan zu entwerfen, auch wenn wir keine finanziellen Fremdmittel benötigen. Dieser Plan ist ein roter Faden und gibt uns immer wieder die Möglichkeit zu prüfen, ob wir noch im Plan sind, ob eine eventuelle Abweichung von Vor- oder Nachteil ist und somit können wir rechtzeitig eingreifen, tätig werden.

 

Im Laufe des Unternehmenswachstums müssen wir Unternehmer uns mächtig strecken, neues lernen, durch gutes Controlling den Überblick behalten und trotzdem bei uns bleiben. Präventiv, um einer Krise vorzubeugen, brauchen wir permanent Klarheit, wo steht das Unternehmen und wo stehen wir, als Ausgangspunkt, Dreh- und Angelpunkt unseres Unternehmens. Es gibt viele Unternehmer, die verlieren sich im Laufe des Unternehmenswachstums, das Unternehmen wächst deutlich schneller, als sie selbst. Das kenne ich persönlich sehr gut aus eigener Erfahrung. Präventiv hätte ich mir schon sehr früh im Unternehmenszyklus einen guten Coach leisten sollen, als Sparring-Partner hätte ich durch dieses Feedback vermutlich sehr viel früher bemerkt, dass die Richtung meines Unternehmens nicht mehr meine ist und somit den Crash, die Krise, vermeiden können.

 

Und ja, eine rechtzeitige Begleitung durch einen Coach kostet über die Jahre wirklich Geld, doch definitiv deutlich weniger, als der Crash eines Unternehmens. Das kostet nicht nur viel Geld, sondern die persönlichen körperlichen und psychischen Auswirkungen auf uns als Unternehmer, auf unsere Familie und natürlich auch auf unsere Mitarbeiter, sind deutlich teurer.

 

Im schlimmsten Moment meiner persönlichen Krise, als mir wirklich bewusst wurde, was diese Insolvenz wirklich für mich bedeutet, wurden die Weichen gestellt, bleibe ich in meiner Komfortzone? Das war in dieser Situation, ein Verbleiben im Sorgenkreis meines Lebens, oder wage ich den Schritt raus aus diesem Kreis, bewege ich mich in den Einflusskreis, raus aus der Komfortzone, Raus aus der Opferhaltung, rein in die Entscheidungshaltung. Ich habe lange gezögert, doch dann den Schritt zurück in ein selbstbestimmtes Leben gewagt. Aus Scham bin ich aus meiner Heimatstadt weggezogen, letztendlich eine gute Entscheidung, wenn auch aus den falschen Gründen. Ein neuer Job, neue Menschen, neue Herausforderungen, haben mir bei der Rückkehr zu dem, was ich liebe, geholfen.

 

Wenn ich diese Zeit, diese Entwicklungen Revue passieren lassen, zeichnen sich wichtige Schritte auf dem Weg aus meiner persönlichen Lebenskrise heraus, ab.

 

Einige meiner „Learnings“ für den Weg aus der Krise und mögliche Präventionsmaßnahmen

1.     Klarheit: Erst als ich nicht mehr den Kopf in den Sand gesteckt habe, die Angst, die Scham und das Opfergefühl in mir, anerkannt habe, die Situation angenommen habe und bereit war mich zu verändern, daran zu arbeiten, hatte ich eine Chance aus dem Schlammassel herauszukommen.

 

 

 

2.    Persönliches Wachstum: Raus aus der Komfortzone, rein ins Leben. Natürlich hatte und habe ich auch heute noch häufig Angst, vor dem was kommen wird, doch der Spaß und die Freude im und am Leben, liegt für mich außerhalb der Komfortzone, da wo es spannend wird. Wo neue Erlebnisse und auch neue Herausforderungen warten.

 

 

 

3.    Erkenntnisse: Es gibt keinen Tag ohne die Nacht, keine Helligkeit ohne die Dunkelheit und wohl auch kein wirklich gelebtes Leben ohne Krisen. Wenn denn diese Krise ja eh kommen, dann ist es für mich wichtig, einen Plan zu haben, wie ich diese möglichst schnell und zu viel zerschlagenes Geschirr, hinter mir lassen kann.

 

 

 

4.    Unterstützung, Hilfe: Heute weiß ich, alleine ist es schwerer als gemeinsam. Ich war Unternehmerin und ich bin wieder Unternehmerin, Lebensunternehmerin. Ich habe lange Zeit alleine gekämpft, immer mit gesenktem Kopf, keine Zeit für Austausch, keinen Mut andere Menschen um Unterstützung zu bitten, immer mit dem Stolz es alleine schaffen zu wollen. Das war anstrengend und hat das Leben nicht schöner gemacht. Heute freue ich mich über die Gesellschaft meiner Familie über Gespräche und Unternehmungen mit meinen Freunden, ich habe Netzwerke und tausche mich mit anderen Selbständigen und UnternehmerInnen aus. Heute kann ich nach Unterstützung fragen und tue das auch.

 

 

 

5.    Zeit für mich: Die letzten Jahre meiner Zeit als Unternehmerin, gab es mich, als private Ina überhaupt nicht mehr. Ich hatte keine Zeit für mich, für Freunde, für meine Familie. Selbst wenn ich Zeit mit meinen Liebsten verbracht habe, habe ich ans Unternehmen gedacht und hatte ein schlechtes Gewissen. Heute genieße ich die Zeit auch außerhalb meines Business, ich habe kein schlechtes Gewissen, meine private und persönliche Freizeit macht mich stark für die Zeit als Unternehmerin.

 

 

 

6.    Fokus: Für mich gibt es nicht wirklich eine Work-Life-Balance, als selbständige Frau mischt sich bei mir das Leben als Unternehmerin und das Leben als Privatperson, beides zusammen macht meine Persönlichkeit aus, doch ich habe gelernt mich zu fokussieren. Ich kann auch mal nein sagen, zu einer Anfrage, die eine geplante persönliche Unternehmung verhindert, sodass ich mich auf den Moment konzentrieren kann, auf das hier und jetzt und auf die Menschen, mit denen ich gerade zusammen bin. Das drückt meine Wertschätzung diesen Menschen gegenüber aus und zeigt meine Freude am Zusammensein. Wenn ich beruflich unterwegs bin, versuche ich das Privatleben auszublenden, damit ich fokussiert und konzentriert bei der Arbeit bin, das bringt Erfolge.

 

 

 

7.    Last but not Least, Umsetzung: Sowohl vor einer Krise, in einer Krise oder auch danach, ist es einfach nur wichtig die Dinge umzusetzen, in TUN zu kommen. Wir planen und planen und planen, wir müssten, würden gerne, sollten und wollten so viele Sachen machen, doch wir tun es einfach nicht. Was hindert uns?

 

 

 

Ø  Angst, vor dem Ergebnis,

 

Ø  Angst vor dem, was andere über uns, über das was wir tun, denken,

 

Ø  Angst vor uns selber,

 

Ø  vielleicht auch das, was die anderen sagen,

 

Ø  unser Wunsch nach Perfektion,

 

 

 

und viele andere mögliche Gründe…

 

 

 

 

Alles Bullshit, wir können nicht wissen, was die anderen denken, ist auch nicht unser Problem. Wir können auch nicht wissen, was passieren wird, wenn wir einfach loslegen. Und wir wissen ganz genau, was passieren wird, wenn wir nicht starten, nicht in die Umsetzung kommen, nicht das, was wir wollen!

 

 

 

Keine Entscheidung ist auch immer eine Entscheidung und nur, wenn wer losgeht, kann auch ankommen.

 

 

 

Für mich war diese Krise eine riesige Herausforderung, angsteinflößend, zerstörerisch und doch war sie auch „trottvernichtend“, ich habe mich und mein Leben verändert, bin meinem Warum sehr nahegekommen. Heute bin ich dankbar für meine Fehler und Auslöser für den Crash meines Unternehmens, offensichtlich musste ich noch viel lernen, vielleicht gab es keinen anderen Weg, mich darauf aufmerksam zu machen😊

 

 

 

Misserfolg ist die Gelegenheit, mit neuen Erkenntnissen neu zu beginnen.

 

 

 

Henry Ford

 

 

 

 

Ich wünsche Euch/Ihnen einen Plan für eine gute Impfung, professionelle Begleitung vor, in und nach einer Krise und den Mut es einfach zu tun.

 

 

 

Liebe Grüße

 

Ina Hacheney

 


 

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