Background als Unternehmerin

Wie wurde ich zur Unternehmer Mentorin?

1995 habe ich mein erstes kleines Unternehmen gegründet. Bereits als kleines Mädchen, wollte ich selbständig sein. Meine Eltern hatten ein kleines Unternehmen und ich durfte Abend für Abend mit meiner Mama die Kasse zählen und habe alle Planungen und Gespräche aufgesogen. Ich denke, schon da war für mich glasklar, welchen Weg ich einschlagen würde. 

 

17 tolle Jahre habe ich Unternehmen aufgebaut und einige wieder verkauft.

 

Aus einem kleinen Dessous-Vertrieb mit Nagel- und Kosmetikstudio wurde im Laufe der Jahre ein Groß- und Einzelhandel für Kosmetikprodukte und eine Akademie für Naildesign und Visagistik. Ein Onlineshop und 9 Einzelhandelsfilialen in verschiedenen deutschen Städten, ein Franchise-System.

30 MitarbeiterInnen, viel Arbeit und viel Spaß am Aufbau.

 

Dann drehte sich das Blatt...

 

Die Trennung von meinem damaligen Lebens- und Unternehmenspartner war unvermeidlich, wir hatten uns in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Ich wollte persönlich wachsen und mich und das Unternehmen weiterentwickeln. Mein Partner hatte eine völlig andere Sicht auf unser gemeinsames Unternehmen und blockierte meine Ideen und die Umsetzung. 

 

Auch mein späterer Versuch in 2011, einen Turnaround zu schaffen, das Unternehmen noch einmal neu aufzustellen und wieder gewinnbringend zu arbeiten, war nicht erfolgreich, da ich mittlerweile körperlich überlastet war und kaum noch einen klaren Gedanken fassen konne. Somit musste ich 2012 für das gesamte Unternehmen die Insolvenz anmelden.

Was bedeutet das für eine Unternehmerin?

Meine größte Angst als Unternehmerin war Wirklichkeit geworden, mein Unternehmen war gescheitert und damit war auch ich gescheitert! Ein totaler Schock, ich wollte und konnte es nicht verstehen. Alle MitarbeiterInnen plötzlich arbeitslos, ich selber ebenfalls arbeitslos und perspektivlos. Eine Unternehmerin ohne Unternehmen.

 

Gottseidank hat meine Familie hat immer zu mir gehalten, das war und ist bis heute mein großer Rückhalt.

 

Ich habe mich stark mit meiner Aufgabe als Unternehmerin identifiziert, so stand plötzlich die Frage im Raum, "bin ich eine schlechte Unternehmerin"?

 

Ich hatte so viele Fragen und erstmal keine Antworten.

 

Im Laufe der nächsten Monate und Jahre kamen die Antworten. Ich habe es ohne professionelle Unterstützung geschafft, doch es war ein langer Weg, der viel Kraft gekostet hat. Es geht auch einfacher:-)

 

Und heute?

Ich liebe nach wie vor die Freiheit und Selbstbestimmung in der Selbständigkeit.

 

Und ich will wirksam in meiner Arbeit sein, ich habe durch meine eigenen Lebenskrisen gelernt, dass es viel Zeit spart und den Weg vereinfacht, wenn man ihn mit professioneller Unterstützung geht.

 

Zwei Jahre nebenberufliche Ausbildung zum systemischen Coach und zur psychologischen Beraterin, die Arbeit als Coach an einer Hotline für Unternehmer in finanziellen Krisen, der Besuch vieler Seminare, das Lesen vieler Bücher über Unternehmensführung, viele Gespräch mit erfolgreichen Unternehmern und Unternehmerinnen, die Zusammenarbeit mit Selbständigen und Unternehmern und nicht zuletzt meine eigenen Erfahrungen mit dem Aufbau und dem Scheitern des eigenen Unternehmens, nutze ich heute zur Unterstützung meiner Kundinnen und Kunden für einen effektiven Weg aus der Krise, zurück zu einem Leben als UnternehmerIn mit Herz und Verstand.

 

Für mich ist die Selbständigkeit der beste Job der Welt.